3. Gesamtrang fr Michaela Barth beim Peakbreak 2013

3. Gesamtrang fr Michaela Barth beim Peakbreak 2013
3. Gesamtrang fr Michaela Barth beim Peakbreak 2013
Gratulation Michaela Barth zum 3. Gesamtrang beim Peakbreak 2013! 

1 Kopietz Caroline GER 
2 Schöke Dagmar CH 
3 Barth Michaela AUT

Peakbreak - 8 Etappen - rund 1000 Km und 20.000 HM
Der Start der ersten Etappe erfolgte bei meiner 3. Teilnahme von Peakbreak in Tröpolach in Kärnten. Ich habe anfangs versucht im vorderen Feld mitzuhalten und habe meinen Puls gleich an die Maximalgrenze gebracht. Das war natürlich nicht gut und ich fühlte mich nach der ersten, kurzen Etappe schon ziemlich kaputt.
Am nächsten Tag stand aber gleich die Königsetappe mit den Dolomiten am Plan, wo es fast 200 Km und über 3000 Hm nach Bruneck ging. Eigentlich ging es mir aber ganz gut und ich hatte bis zum Falzaregopass eine gute Gruppe. Ab da bin ich mein Tempo gefahren und konnte noch Fahrer aus der Gruppe überholen. Danach kam der Hammer, mein Speicher war leer und die letzten Kilometer sehr mühsam.

Am nächsten Tag war das Einzelzeitfahren auf den Kronplatz und ich hatte schon ein mentales Problem mit der Etappe. Ich fand es absolut unnötig mit einem Rennrad diese schlechte Schotterstraße fahren zu müssen. Dementsprechend schlecht ging es mir an diesem Tag. Der Puls blieb weit im unteren Bereich und ich konnte mich nicht motivieren. Mein Ziel war es wieder alles durchzufahren wie vor zwei Jahren, aber die Straße war diesmal in so einem schlechten Zustand, dass es keinem gelungen ist. Der Nachmittag wurde dann für die Regeneration genutzt und für einen Ausflug in die Eisdiele.

Auf der vierten Etappe ging es über die Pustertaler Höhenstraße wieder zurück nach Österreich. Diese Etappe nach Großkirchheim war für mich zwar sehr anstrengend, aber es lief gut und ich kam als zweite Dame ins Ziel. Platz Eins war immer unerreichbar, das war eine andere Liga. Es war dort alles ein bisschen chaotisch und das Quartier weit außerhalb in einem Bauernhof am Berg. Ich war froh es gefunden zu haben, aber nicht gerade begeistert über die zusätzlichen Höhenmeter. Das Gepäck war auch noch nicht da und es war kaum Zeit zum Regenerieren. Vor allem weil der Start am nächsten Tag bereits wieder um 7 Uhr war.

Das war nicht so meine Zeit und vor allem nicht, wenn es gleich einen Berg hoch ging und dann gleich den Großglockner. Ich wurde von Leuten überholt die ich bis jetzt noch nie gesehen hatte und meine Motivation war wieder im Keller. Erst als es über den Dientner Sattel ging und ich die viertpatzierte Dame vor mir sah, kamen die Lebensgeister zurück. Sie war aber äüßerst hartnäckig und ich habe es an diesem Tag nicht ganz geschafft. Aber es war wie immer ein schöner sonniger Tag und ich wurde schon freudig erwartet. In den zwei Tage in Bischofshofen nutzte ich den Heimvorteil und schlief bei meiner Mutter in Golling.

Meine Beine wurden jeden Tag schwerer und ich hatte wieder Probleme die Gruppe zu halten, als es am nächsten Tag wieder auf den Dientner Sattel ging. Doch diesmal hatte ich einen Helfer dabei. Markus vom Radclub begleitete mich bis Hochfilzen und war der Retter in der Not. Bis Saalfelden konnte ich in seinem Windschatten wieder zu einer Gruppe aufschließen. Die Anfahrt bis zum Kitzbühler Horn kostete mir auch noch viel Kraft und so blieb für den Schlussanstieg zum Alpenhaus mit den berüchtigten 22,3 Prozent nicht mehr viel über. Ich kämpfte mich irgendwie hoch und war nur froh im Ziel zu sein.

Die vorletzte Etappe von Bischofshofen nach Bad Kleinkirchheim wird mir wohl ewig in Erinnerung bleiben. Durch eine Verkettung unglücklicher Umstände kam ich zu spät zum Start und ich war völlig neben mir. Ich spurtete kurz nach dem Feld los, wusste aber den Weg nicht und fuhr verzweifelt zurück zum Start. Kurz vor einem Nervenzusammenbruch kam der Schlusswagen der mich aus der Stadt lotste. Ich war total verzweifelt und überlegte überhaupt weiterzufahren. Die Etappe hatte fast 180 Km und und 3100 Hm und mir war klar, dass ich mit 15 Minuten Rückstand und alleine viel Zeit verlieren werde. Ich hatte befürchtet auch den sicheren 3. Platz zu verschenken. In der Ramsau habe ich die 3 Letzten überholt und da war mir schon etwas wohler. Ich hatte auch immer die Sorge mich zu verfahren, aber zumindest die Bodenmarkierung war perfekt. Einer der Zehn Fahrer die ich noch eingesammelt hatte konnte sich durch mich motivieren und wir fuhren ein Stück gemeinsam. Das war ein harter Tag für mich, emotional wie körperlich und ich sehnte den letzten Tag herbei der dem ganzen Leiden ein Ende setzte.

Bis Tröpolach war es aber noch einmal ein harter Tag und aus den ausgeschriebenen 2400 Hm wurden wieder über 3000. Auf die Nockalm war es noch schön kühl, aber ich konnte meine Gruppe nicht halten. Bei der Abfahrt konnte ich die Viertplatzierte wieder einholen und ich war wieder frohen Mutes. Für die Windische Höhe verbrauchte ich meine letzten Reserven und ich war komplett leer. Die letzten Kilometer ins Ziel waren wieder ein Kampf ums Überleben, aber diesmal mit der Aussicht, dass es wirklich zu ende war. Die Freude war dann groß und die Strapazen schnell vergessen als mir bewusst wurde es geschafft zu haben, als dritte Dame gefinisht zu haben ohne Sturz und ohne Defekt am Rad, was schnell mal das aus hätte bedeuten können, nachdem es keinen technischen Service gab.